Vortrags-Programm

Kultur – Kiez und Kosmos

Liebe Mitglieder,
sehr geehrte Damen und Herren,

es ist wie es ist: Corona lässt uns nicht los und nach wie vor wird die Arbeit unseres Vereins stark beeinträchtigt. Im Wintersemester 2020/21 werden die Berliner Universitäten im "hybriden Präsenznotbetrieb" arbeiten und damit die im Sommersemester herrschenden Einschränkungen, wenn auch geringfügig differenziert, fortsetzen. Also sehen wir unserer 35. Berliner Sommer-Uni mit der Technischen Universität Berlin in der Zeit vom 23. bis 29. August 2021 entgegen. Und weil die Universitäten nicht wie gewohnt geöffnet sind, können auch unsere Mitgliedertreffen nicht wie gewohnt in den Räumen der HUB durchgeführt werden.

Die Charité hat uns darüber informiert, sie habe erst einmal für dieses Jahr alle größeren Veranstaltungen abgesagt und davon sei auch die Seniorenuniversität betroffen - also keine Eröffnung des 42. Studienjahres in diesem Jahr. Das Risiko sei einfach zu groß.

Wir als Vorstand lassen uns dennoch unseren Elan nicht nehmen und wir haben überzeugende Möglichkeiten für die Fortsetzung unserer Arbeit als Berliner Akademie für weiterbildende Studien gefunden. Weil die Einhaltung der durch Corona begründeten Vorgaben an der frischen Luft leichter ist als in geschlossenen Räumen, können wir für unsere Mitgliedertreffen für Oktober und November zwei Angebote unterbreiten. Ein weiteres für Dezember ist ebenfalls in Arbeit.

Das "Militärstädtchen Nummer 7" in Potsdam war als Deutschlandsitz der sowjetischen Militärspionageabwehr neben der Zentrale des sowjetischen Geheimdienstes KGB in Berlin-Karlshorst der wichtigste nachrichtendienstliche Vorposten an der Nahtstelle zu Westeuropa. Die ersten Gebäude im Areal beschlagnahmte die Militärspionageabwehr beim Einmarsch der Roten Armee im April 1945. Den Bewohnern der Häuser blieben in der Regel nur wenige Stunden, um ihre Wohnstätten zu räumen. Der Standort umfaßte auf 16 Hektar circa 100 Gebäude. Der Geheimdienst nutzte sie als Büros, Werkstätten und Lager sowie als Wohnraum für das Personals und deren Angehörige.

Am 5. Dezember 2008 wurde die Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam gegründet, um an das im ehemaligen Gefängnis des sowjetischen Geheimdienstes in der Leistikowstraße 1 in Potsdam geschehene Unrecht und die Opfer zu erinnern. Das Haus wird als Gedenk- und Begegnungsstätte insbesondere für Zwecke der politischen Bildung und der Förderung des demokratischen Gemeinwesens genutzt. Hierzu gehören Führungen durch das historische Areal der Geheimdienststadt, auf denen erhaltene Spuren, bauliche Relikte und Gebäude, wie der ehemalige Deutschlandsitz der sowjetischen Militärspionageabwehr und das Wohnhaus der Geheimdienstchefs gezeigt werden.

Zum Mitgliedertreffen am Samstag, den 10.10.2020 um 14:00 Uhr bieten wir einen circa 60-minütigen Rundgang an.
Treffpunkt: Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Von Potsdam Hbf mit Tram 92 (Richtung Kirschallee) oder Tram 96 (Richtung Campus Jungfernsee) bis zur Haltestelle Puschkinallee/Alexandrowka, Fußweg zur Leistikowstraße 1 circa 10 Minuten (in Fahrtrichtung rechts in die Beyerstraße, an der Kreuzung links in die Große Weinmeisterstraße bis zur Ecke Leistikowstraße)

Die durch Corona bedingten Auflagen (u.a. Mindestabstand, Mund- und Nasenschutz) gelten. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 5,00 Euro. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt, weshalb eine baldige Anmeldung - möglichst per E-Mail - empfohlen wird. Sollten sich wesentlich mehr Interessierte melden, werden wir uns bemühen, einen weiteren Termin zu vereinbaren.

Für ein Mitgliedertreffen im November bereiten wir zum Thema "Fake und Fakten" einen Rundgang durch das "deutsche Oxford", also Dahlem vor. Nähere Informationen folgen sobald als möglich.

Ich freue mich, wenn ich Sie nach langer Zeit im Oktober wieder begrüßen kann.

Herzliche Grüße

Ferdinand Nowak


Kultur ist Vielfalt. Kultur kann ich im Kiez gleich um die Ecke entdecken und Kultur finde ich im Kosmos von Gesellschaften, Religionen, Wissenschaften – also überall dort, wo Menschen leben und agieren.

Die Vortragsreihe geht den unterschiedlichsten Facetten der Kultur nach: Kunst und Mythen australischer Ureinwohner, Totenkronen als Denkmäler der Liebe, Benennung von Pflanzen nach Personen, baubezogene Kunst in der DDR, Geschichte des Berliner Wohnungsbaus.

Überhaupt liegt ein besonderes Augenmerk auf Architektur und Gestaltung; sei es für ältere Menschen in Hongkong und Südchina, sei es für ein gemeinsames Haus der drei Buch-Religionen oder bei der Entwicklung der Lausitzer Seenlandschaft nach dem Ende des Kohleabbaus.

Und selbstverständlich gehört zur Kultur auch die politische Dimension: engagiert trat Albert Einstein als Berliner Bürger und als Weltbürger für demokratische Kultur ein.

Die Reihe schließt thematisch an die 34. BERLINER SOMMER-UNI "Kultureller Austausch und Heimat – Was Künste zur Integration beitragen" an.

Die Vorträge finden mittwochs von 16:00 bis 17:30 Uhr im Audimax, Forum 3, Campus Virchow-Klinikum der Charité Berlin, Berlin-Wedding, statt.
(Änderungen vorbehalten)

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16.10.2019 Baubezogene Kunst in der DDR
Martin Maleschka, Architekt und Fotograf, Cottbus
30.10.2019 House of One – Architektur, Aufgaben, Pläne
Esther Hirsch, Osman Örs, Theologische Referenten, Stiftung House of One Bet- und Lehrhaus Berlin
20.11.2019 Denkmäler der Liebe – Der Totenkronenbrauch und seine europäische Dimension
Dr. Sylvia Müller-Pfeifruck, Kunsthistorikerin, Berlin
04.12.2019 Barrieren und Barrierefreiheit – Altern im Großraum Hongkong und Südchina.
Eine Professorin für Industrie-Design erzählt aus ihrem langjährigen Berufsleben in Hongkong

Philine Bracht M.A., Berlin
15.01.2020 Die Sachlichkeit ergibt sich ohne weiteres aus der Armut - Ein Vergleich des Reformwohnungsbaus in Berlin und Paris (1890-1933).
Prof. Dr. Matthias Noell, Universität der Künste Berlin, Architekturgeschichte + Architekturtheorie
29.01.2020 Albert Einstein als Berliner Bürger und als Weltbürger, sein Eintreten für eine demokratische Kultur
Prof. Dr. Dieter Hoffmann, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin
19.02.2020 Der Vortrag findet nicht im Audimax sondern im daneben liegenden Hörsaal 3 statt!

Geehrte Personen in Pflanzennamen: von Wissenschaftlern, Frauen und Abenteurern.
Kommen Sie mit auf eine "Reise um die Welt" und erfahren Sie mehr über die Namen beliebter Pflanzen

Lotte Burkhardt, Autorin des "Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen" und historisch-botanische Führungen im Botanischen Garten Berlin
04.03.2020 Der Vortrag fällt leider wegen Krankheit der Dozentin aus!
Bauhausfrauen – Die Leistung der Frauen am Bauhaus zwischen Textilwerkstatt, Handwerk und Design

Bärbel Ambrus, feinliner Grafik+Design, Berlin
18.03.2020 Vom Bergmann zum Seemann – Strukturwandel im Lausitzer Seenland
Dipl.-Soz. Sören Hoika, Bauleiter iba-aktiv-tours, Großräschen
08.04.2020 ABGESAGT/VERSCHOBEN: Malereien der Traumzeit – Überblick über Kunst und Mythen der australischen Ureinwohner
Dr. Birgit Scheps-Bretschneider, Kustodin Australien/Ozeanien, GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
06.05.2020 Sammler, Forscher, Pflanzenjäger – Expeditionsleben, Sammlerstolz, wissenschaftliche und politische Bedeutung der Forschungsreisen
Dr. Michael Burkart, Kustos Botanischer Garten der Universität Potsdam

Änderungen vorbehalten
(Koordination: Margot Weiß / Berliner Akademie)

Vortragsreihe

ABGESAGT
42. Studienjahr der Seniorenuniversität an der Charité: Vortragsreihe der BERLINER AKADEMIE 
Kultur – Kiez und Kosmos

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Mitgliedertreffen

Das nächste Mitgliedertreffen findet am Samstag, den 07.11.2020 um 10.30 Uhr statt.

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