Mitgliedertreffen

Einladung zu den Mitgliedertreffen

Mitgliedertreffen finden am ersten Sonnabend im Monat statt (außer Sommermonate).

Der Ort wird rechtzeitig auf unserer Homepage sowie über unsere Verteiler für Mitglieder und Interessierte mitgeteilt.
Gäste sind stets willkommen.

Es gelten die tagesaktuellen Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie

Nächste Termine:
Samstag den
8.10.2022
11:00 Uhr
Führung im Landhausgarten Dr. Max Fraenkel in Kladow an der Havel

Der Gartenarchitekt, Stadtbaudirektor und Hochschullehrer Prof. Erwin Barth legte dieses Kleinod in den 1920er Jahren als Sommerresidenz des Bankiers Dr. Max Fraenkel an.
Lüdickeweg 1 in 14089 Berlin-Kladow
Samstag den
29.10.2022
10:30 Uhr
Zeitzeugen - Auftakt einer neuen Reihe, in der Zeitzeugen ihre Erinnerungen, Erfahrungen und Einschätzungen im Gespräch mit uns teilen.

Freie Universität Berlin, Silberlaube
Samstag den
3.12.2022
15:00 Uhr
Weihnachtsfeier im Café Wilhelm

Berichte von unseren Mitgliedertreffen

Außerordentliches Mitgliedertreffen am 27.11.2021, Thema: Die Deutsche Digitale Bibliothek - das Portal für Kultur und Wissen online

Sonja Dolinsek und Julia Fernow

Die Deutsche Digitale Bibliothek vernetzt als zentrales nationales Onlineportal perspektivisch die digitalen Angebote aller deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen miteinander. Ihr Ziel ist es, über das Internet freien Zugang zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Deutschlands zu eröffnen, also zu Millionen von Büchern, Archivalien, Bildern, Skulpturen, Musikstücken und anderen Tondokumenten sowie Filmen. Wir lernen eine digitale Schatzkammer kennen, gefüllt mit über 39 Mio. Objekten aus deutschen Museen, Bibliotheken und Archiven.

Ob Historiker*in, kreativer Kopf oder Familienforscher*in – in der Deutschen Digitalen Bibliothek finden sich wichtige Quellen oder die nächste Inspiration. Das Projekt Nutzerorientierte Neustrukturierung des Portals Deutsche Digitale Bibliothek, das im Rahmen des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wird, hat zum Ziel, das Nutzungsverhalten und die Bedarfe verschiedener Zielgruppen (Schulen, Universitäten, Kulturvereine, kulturinteressierte Öffentlichkeit und Erwachsenenbildung) zu erfassen und zu verstehen. Dabei soll die Nutzerfreundlichkeit und Anwendbarkeit der DDB in verschiedenen Kontexten verbessert werden.

Mitgliedertreffen am 6.11.2021, Thema: Führung zur Baugeschichte der Technischen Universität Berlin

Dr. Hans-Dieter Nägelke, Leiter des Architekturmuseums der TUB

Der Campus der Technischen Universität Berlin zählt zu den bedeutendsten innerstädtischen Hochschulanlagen in Deutschland. Seine besondere Lage - zur Gründung noch außerhalb Berlins - und seine Geschlossenheit verdankt er dem Aufschwung der technischen Wissenschaft in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts.

Ausgehend vom Hauptgebäude und seinem Lichthof als Herz der Hochschule widmete sich die Führung dem Südcampus mit den Gründungsbauten, dem Garten des Stammgeländes mit seinen Denkmälern und Spoiler und schließlich die Herzallee als alter und neuer Achse, die das Gelände mit dem Stadtraum verbindet. Wir warfen auch einen Blick auf den Balkon an dem Chemiegebäude. Hier wurde manches was qualmt und stinkt an die Luft gesetzt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Fasanenstraße entsteht das neue Mathematikgebäudes.

Mitgliedertreffen am 2.10.2021, Thema: Des Kaisers Nachmieter - oder: Das Schloss der Republik

Dr. Christian Walther, Journalist und Autor stellt sein Buch vor.

Das Berliner Schloss war zwischen Revolution und Abriss keine Hohenzollernresidenz, sondern ein Zentrum von Kultur und Wissenschaft, Sitz von Museen und Wissenschaftseinrichtungen, von Mensa und Tagesheim für Studentinnen. Das Schloss war zugleich Wirkungsstätte einer Reihe bemerkenswerter Frauen: großenteils jüdisch, nicht selten aus dem Ausland, zumeist Akademikerinnen in erster Generation - von Lise Meitner bis Margarete Kühn.

Der Streit um Abriss und Wiederaufbau wird noch immer geprägt von der Behauptung, dass das abgerissene und jetzt teilweise neu errichtete Gebäude ein Haus der Hohenzollern war. Doch seit der Revolution von 1918 war das Schloss Volkseigentum. Christian Walther hat mit seinem Buch die bisher unterschlagene republikanisch Geschichte des Schlosses vorgelegt und gibt einen illustrierten Einblick in die Recherchen zu diesem Buch.

Mitgliedertreffen am 18.09.2021, Thema: Das sowjetische Ehrenmal im Treptower Park - Geschichte und Erinnerung

Christoph Meißner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst

Im Mittelpunkt der Führung steht die Geschichte des sowjetischen Ehrenmals im Treptower Park. Es ist das Größte der insgesamt vier sowjetischen Ehrenmale in Berlin. An ihm wird exemplarisch die Bedeutung der Anlagen für die Erinnerungskultur an den Großen Vaterländischen Krieg, wie der Zweite Weltkrieg in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten genannt wurde und wird, deutlich. Als Erinnerungsort erfuhr das Ehrenmal über die verschiedenen Epochen der deutschen Nachkriegsgeschichte eine unterschiedliche Nutzung, zuvörderst aber bleibt es bis heute eine Grabstätte für über 7.000 Soldaten der Roten Armee, die im Kampf um die Befreiung der Stadt Berlin vom nationalsozialistischen Regime ihr Leben verloren.

Mitgliedertreffen am 7.08.2021, Thema: Freie Universität in Dahlem - ein Wissenschaftsgeschichtlicher Rundgang vom OSI über den alten Campus bis zur Rostlaube

Traugott Klose, der die FU kennt, wie nur wenig andere führt uns über das Gelände

Die Gründung der Freien Universität in Dahlem im Jahr 1948 war eine folgerichtige Weiterentwicklung der Planungen, die zur Errichtung der Kaiser-Wilhelm-Institute (heute Max-Planck-Institute) geführt hatten. Auch die damalige Berliner Universität (heute Humboldt-Universität) hatte schon damit begonnen, naturwissenschaftliche Einrichtungen schrittweise aus Berlin-Mitte auf die damalige königliche Domäne nach Dahlem zu verlagern. Vor einzelnen Gebäuden wurde über deren Geschichte, über Ereignisse und Entwicklungen der FU Berlin bis zur aktuellen Berlin University Alliance berichtet.

Mitgliedertreffen am 3.07.2021, Thema: Naturschutzstation Hahneberg

In diesen Tagen erleben wir die ersten nachhaltigen Lockerungen bei den wegen der Corona-Pandemie erforderlichen Einschränkungen. Für uns bedeutete das, uns wieder zu einer Veranstaltung treffen zu können - selbstverständlich unter Beachtung der geltenden Regelungen.


Es gibt einen Welttag der Umwelt, in diesem Jahr war er am 5. Juni. In der Planung des Vorstands für dieses Jahr wollten wir diesem Thema entsprechen und unser Mitgliedertreffen am ersten Samstag im Monat Juni daran orientieren. Die noch bestehenden Einschränkungen standen dem entgegen, daher der Termin im Juli.

In der idyllischen Kulisse des Schafstalls - anfangs unter Protest der Schafe auf der Wiese nebenan - erhielten wir Erläuterungen durch die Projektleiterin Lucia Kühn zur Naturschutzstation, zu Ziel, Zweck und Finanzierung. Über Wildtiere in der Stadt gab es interessante Informationen von Stadtjäger Jochen Haberl. Gemeinsam mit beiden ging’s in der Natur des Hahnebergs auf die Suche nach unseren wilden Nachbarn. Ob Wildschwein, Waschbär, Dachs und Co, sie alle haben sich an das Leben der Großstadt angepasst und scheinen sich hier äußerst wohl zu fühlen, zu fressen gibt es reichlich. Während der 2‑stündigen Führung versuchten wir unsere wilden Nachbarn direkt zu beobachten, oder zumindest deren Spuren zu finden, denn auch diese verraten uns etwas über die Vorlieben und Gewohnheiten der Wildtiere. Wir erfuhren, wo sich Wildschweine tagsüber verstecken, wo Fuchs und Dachs wohnen, was auf dem Speiseplan von Rehen steht und wie wir uns am besten bei der Begegnung mit Wildtieren verhalten. Zum Abschied gab es Knäckebrot als Belohnung für die Rauwolligen Pommerschen Landschafe.

Mitgliedertreffen am 10.10.2020, Thema: Das Militärstädtchen 7 in Potsdam

Ein Rundgang durch das Militärstädtschen Nummer 7  in Potsdam


Als Deutschlandsitz der sowjetischen Militärspionageabwehr war es neben der Zentrale des sowjetischen Geheimdienstes KGB in Berlin-Karlshorst der wichtigste nachrichtendienstliche Vorposten an der Nahtstelle zu Westeuropa. Die ersten Gebäude im Areal beschlagnahmte die Militärspionageabwehr beim Einmarsch der Roten Armee im April 1945. Den Bewohnern der Häuser blieben in der Regel nur wenige Stunden, um ihre Wohnstätten zu räumen. Der Standort umfaßte auf 16 Hektar circa 100 Gebäude. Der Geheimdienst nutzte sie als Büros, Werkstätten und Lager sowie als Wohnraum für das Personals und deren Angehörige.

Am 5. Dezember 2008 wurde die Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam gegründet, um an das im ehemaligen Gefängnis des sowjetischen Geheimdienstes in der Leistikowstraße 1 in Potsdam geschehene Unrecht und die Opfer zu erinnern. Das Haus wird als Gedenk- und Begegnungsstätte insbesondere für Zwecke der politischen Bildung und der Förderung des demokratischen Gemeinwesens genutzt. Hierzu gehören Führungen durch das historische Areal der Geheimdienststadt, auf denen erhaltene Spuren, bauliche Relikte und Gebäude, wie der ehemalige Deutschlandsitz der sowjetischen Militärspionageabwehr und das Wohnhaus der Geheimdienstchefs gezeigt werden. Eine ebenso inhaltsreiche wie auch überzeugende Führung von circa einer Stunde Dauer durch das Areal bereitete für die Teilnehmer das Thema bestens auf und führte zu vielen Nachfragen und Diskussionen.

Mitgliedertreffen am 7.03.2020, Thema: Das Jahr 1990 freilegen.

Buchvorstellung durch den Mitherausgeber und Autor Jan Wenzel.


Es war ein sehr anregendes Mitgliedertreffen, denn es erlaubte eine Zeitreise in das Jahr 1990.

Das Buch will Erfahrungen und Erlebnisse von vor 30 Jahren aubeben lassen. Dazu bedienen sich die Autoren aus unterschiedlichen Quellen: Archivmaterial wie Texte aus Runden Tischen, vielen Fotos und Geschichten. Anschaulich aufbereitet durch die für gute Lesbarkeit sorgende Gestaltung von Alexander Kluge, durch ausgewählte Werbeanzeigen aus dem Jahr, dem Hinweis auf Aufhebung des Telefonmonopols, der Freigabe des Internets und durch das literarische Zeugnis von Martin Gross lässt das Buch das Jahr 1990 wie in einem Kaleidoskop auferstehen. Es ist eine hervorragende Geschichtsquelle.

Für das Werk gab es 2019 den Deutschen Verlagspreis in Frankfurt/Main.

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