Veranstaltungen

Einladung zu den Veranstaltungen

Unsere Veranstaltungen finden in der Regel am ersten Sonnabend im Monat statt (außer Sommermonate).

Der Ort wird rechtzeitig auf unserer Homepage sowie über unsere Verteiler für Mitglieder und Interessierte mitgeteilt.
Gäste sind stets willkommen.

Angeboten werden drei Veranstaltungsreihen:


WissensWert

  • Wie entsteht Wissen?
  • Was bedeutet (uns) Wissen?
  • Kennt Wissen Werte?
  • Aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen stehen uns im Rahmen wissenschaftlicher Weiterbildung für Vortrag und Diskussion Referentinnen und Referenten zur Verfügung.

Zeitzeugen im Gespräch

  • Zeitgeschichtliche Entwicklungen und Ereignisse - wie werden sie erlebt? Biografien legen zugleich Zeugnis ab vom Wandel der Zeiten.
  • Sozial- oder auch Geschichtswissenschaften, Literatur und andere künstlerische Beschreibungen geben persönlichen Erfahrungen einen Rahmen.

Wissen vor Ort

  • Die Entwicklung von Groß-Berlin beginnt im Jahr 1920 mit der Bildung der Stadtgemeinde durch Preußisches Gesetz.
  • Orte, deren Geschichte bereits weit vor diesem Datum ihre Wurzeln hat, werden vorgestellt. Institutionen, die für Berlin von herausgehobener Bedeutung sind, erläutern ihre Arbeit.
Nächste Termine:
Samstag den
02.03.2024
10:30 Uhr
Zeitzeugen im Gespräch
Der 3. Oktober 1990 - eine bewusste Entscheidung oder letzte Chance?
Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, Raum K 24 / 21
Samstag den
13.04.2024
Details folgen
Samstag den
04.05.2024
Details folgen
Samstag den
01.06.2024
Details folgen

Weitere Details zu den einzelnen Termine werden rechtzeitig den Mitgliedern und Interessierten mitgeteilt.


Berichte von unseren Veranstaltungen

Veranstaltung am 07.10.2023 Thema: Invalidensiedlung

Führung Invalidensiedlung

Bei durchwachsenem Wetter führte und die letzte Veranstaltung unserer Reihe „Wissen vor Ort“ in die Invalidensiedlung nach Frohnau. Der Ursprung der Siedlung geht auf das Invalidenhaus in Berlin zurück. König Friedrich I verfasste 1705 nach französischem Vorbild den Plan zum Bau besonderer Unterkünfte für ausgediente und kriegsinvalide Soldaten.

Ca. 25 Interessierte hatten den Weg in den „Hohen Norden“ von Berlin nicht gescheut und sie wurden reich belohnt. Wolfram Sternbeck, Autor des Buches „Die Invalidensiedlung in Berlin-Frohnau“ hat uns als kundiger und belesener Referent mit vielen Details und Anekdoten diese Siedlung vorgestellt.

Veranstaltung am 01.07.2023 Thema: Kirche Großglienicke

Führung Kirche Großglienicke

Herr Burkhard Radke hat uns an diesem Tag die Geschichte der Dorfkirche Großglienicke nähergebracht. Er ist in Groß Glienicke aufgewachsen und war langjähriger Vorsitzender des Gemeindekirchenrates. Er hat sich um alle Fragen des kirchlichen Alltags und der Verbindung zwischen Kirchengemeinde und Ort gekümmert.

In sachkundiger Art hat er uns seine wichtigste Aufgabe, die Restaurierung der Kirche, vermittelt. So wie die Kirche heute zu sehen ist entspricht sie etwa dem Zustand der grundlegenden baulichen Veränderung des 17. Jahrhunderts. Das geschah durch Hans Georg III von Ribbeck, dem damaligen Patronatsherrn der Gemeinde. Er entstammte dem osthavelländischen Zweig der Familie – dem westhavelländischen Zweig hatte bekanntlich Theodor Fontane mit seinem berühmten Gedicht ein Denkmal gesetzt.

Die Teilnehmer dieser Veranstaltung waren begeistert über diese Führung und haben dies durch großzügige Spenden für den Erhalt der Kirche zum Ausdruck gebracht.

Veranstaltung am 03.06.2023 Thema: Villenkolonie Lichterfelde

Führung Villenkolonie Lichterfelde

Bei herrlichem Wetter führte uns der Heimatforscher Wolfgang Holtz durch die Villenkolonie Lichterfelde. Sie wurde im Jahr 1865 gegründet und ist das älteste Villenviertel Berlins.

Der Hamburger Kaufmann, Immobilienunternehmer und Stadtentwickler Carstenn hatte die Idee, nach Britischen Vorbild eine Villenkolonie für wohlhabendere Schichten der Gesellschaft zu errichten.

Es entstanden hier herrschaftliche, phantastische Villen der Gründer- und Jugendstilzeit, außerdem große Gärten, kleine baumbestandene Alleen, gepflasterte Straße mit Gasbeleuchtung.

Der mit vielen Anekdoten gespickte 2 stündige Rundgang hat sicher viele zufriedene Teilnehmer angeregt, dieses Viertel noch einmal aufzususchen.

Veranstaltung am 13.05.2023 Thema: Giacomo Meyerbeer – Leben und Werk des Komponisten

Vortrag Giacomo Meyerbeer

Der Vorsitzende der Giacomo-Meyerbeer-Gesellschaft Thomas Kliche informierte mit anschaulichen Bild- und Tondokumenten über das Leben und Werk des berühmten Komponisten Giacomo Meyerbeer (geboren 1791 – Sterbejahr von W.A. Mozart) und die große Bedeutung der Familie Meyerbeer für die Kultur- und Wissenschaftsgeschichte.

Herr Kliche studierte Musik und Französisch und veröffentlichte im Jahr 2024 ein Buch zum Thema „Giacomo und das ängstliche Genie – Innenansichten der Familien Mendelson und Meyerbeer“.

Veranstaltung am 01.04.2023 Thema: Tuschkastensiedlung

Führung in der Tuschkastensiedlung

Als besonderes Beispiel der Berliner Moderne gilt die Gartenstadt Falkenberg, auch Tuschkastensiedlung genannt. Zwischen 1913 und 1916 errichtete der Architekt Bruno Taut eine Wohnoase für Kleinverdiener.

Zum ersten Mal wurde hier im Auftrag des Berliner Spar- und Bauvereins das Ideal gemeinschaftlichen Wohnen im Grünen umgesetzt. Aber Grün ist nicht die einzige Farbe dieser Siedlung: gelb, rot, blau und auch schwarz und rosa fanden wir dort.

Leider hatte das schlechte regnerische Wetter die Führung durch den Kulturwissenschaftler Bernd S. Meyer die Farben etwas verwässert, die Teilnehmer an der Führung waren aber positiv überrascht über dieses Kleinod an der Süd-Ost Grenze der Stadt, das 2008 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Veranstaltung am 8.10.2022, Thema: Fraenkel Garten Kladow

Führung im Landhausgarten Dr. Max Fraenkel in Kladow an der Havel

Schwerpunkt der Führung durch Sascha Schmidt ist die Gartengestaltung des Architekten Erwin Barth. In Lübeck geboren ist Barth von 1912-1926 Gartenbaudirektor von Charlottenburg und später von Groß-Berlin. Er verstand seine Aufgabe in erster Linie als soziale Aufgabe für die Gartenkunst. So schuf er Erholungsorte mitten in der Stadt, die den Menschen Licht, Luft und Sonne bringen sollten. Kinder konnten auf den Wiesen, weitab vom Verkehr, herumtoben, Erwachsene auf Parkbänken entspannen.

In all seinen Werken, auch den stattlichen Privatgärten, verbindet er die Schönheit der Gartenkunst mit einem hohen Freizeit- und Erholungswert. So auch hier: der Garten des Dr. Max Fraenkel ist in verschiedene Areale aufgeteilt: Nutz-, Rosen-, Obstgarten, Pferde- und Hühnerstall, eine Teichlandschaft, Zugang zum Wannsee. Es gibt wenige Parks und Plätze, die nicht Barths Handschrift tragen. Einige von ihm gestaltete Parks: Lietzensee mit Heinrich Selling, Jungfernheide, Goslarer Platz, Karolingerplatz, Mierendorfplatz, Brixplatz, Savignyplatz, Luisensädtischer Kanal, Volkspark Mariendorf, BoxhagenerPlatz, Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf.

Veranstaltung am 2.07.2022, Thema: Friedhof Wannsee Lindenstraße

Traugott Klose führt über den historischen Friedhof.

Der Friedhof Wannsee-Lindenstraße gehört zu den besonderen Historischen Friedhöfen in Deutschland mit berühmten Grabstätten (www.wo-sie-ruhen.de). Dort sind der Universalgelehrte Hermann von Helmholtz und Emil Fischer, der Chemie-Nobelpreisträger von 1902, und andere Berühmtheiten begraben. Er wurde als Teil der Colonie Alsen 1888 besonders schön angelegt und liegt direkt am Wald. Bei der Führung über den Friedhof sollen zugleich verschiedene Facetten der Stadtgeschichte angesprochen werden.

Den Friedhof stiftete Wilhelm Conrad der Gründer der Villenkolonie Alsen. Sie entstand um 1870. Ursprünglich war Alsen für die Sommerfrische von Berliner Familien konzipiert.

Von Conrad stammt auch die heutige Andreaskirche. Ab 1902 wurden auf dem Friedhof auch jüdische Villenbesitzer beerdigt, nachdem sie mit Unterstützung Oskar Huldschinskys das Recht dazu erhielten.

Veranstaltung am 7.05.2022, Thema: Günter de Bruyn

Dr. Wolfgang de Bruyn stellt seinen Vater und die Stiftung vor.

Günter de Bruyn, seit 2019 Ehrenbürger der Gemeinde Tauche und des Landkreises Oder-Spree, ist mit Brandenburg und seiner Region um die Kreisstadt Beeskow seit 1968 eng verbunden. Mit Werken wie Märkische Forschungen, Mein Brandenburg oder Abseits - Liebeserklärung an eine Landschaft hat er die Gegend im deutschsprachigen Raum bekannt gemacht und ihr ein literarisches Denkmal gesetzt.

Die Günter-de-Bruyn-Stiftung, die sich am 28. Juli 2021 gegründet hat, wird die ideellen und gegenständlichen Zeugnisse des Wohn- und Schaffensortes in der alten Schäferei im Tal des Blabbergrabens unter literarischen wie zeitgeschichtlichen Aspekten als Gesamtkomplex erschließen. Ein gleichnamiger Freundeskreis begleitet die Arbeit der Stiftung. Ab 2023 wird es ein fünfmonatiges Residenzstipendium im “Abseits” geben, ausgelobt zusammen mit dem Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) und dem Kulturamt des Landkreises Oder-Spree.

Die Stadt Beeskow saniert derzeit ein historisches Fachwerkgebäude, das Stiftung und Freundeskreis ab 2023 als Archiv und Geschäftsstelle wie auch für Studioausstellungen und Salonabende zur Verfügung stehen wird.

Veranstaltung am 27.11.2021, Thema: Die Deutsche Digitale Bibliothek - das Portal für Kultur und Wissen online

Sonja Dolinsek und Julia Fernow

Die Deutsche Digitale Bibliothek vernetzt als zentrales nationales Onlineportal perspektivisch die digitalen Angebote aller deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen miteinander. Ihr Ziel ist es, über das Internet freien Zugang zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Deutschlands zu eröffnen, also zu Millionen von Büchern, Archivalien, Bildern, Skulpturen, Musikstücken und anderen Tondokumenten sowie Filmen. Wir lernen eine digitale Schatzkammer kennen, gefüllt mit über 39 Mio. Objekten aus deutschen Museen, Bibliotheken und Archiven.

Ob Historiker*in, kreativer Kopf oder Familienforscher*in – in der Deutschen Digitalen Bibliothek finden sich wichtige Quellen oder die nächste Inspiration. Das Projekt Nutzerorientierte Neustrukturierung des Portals Deutsche Digitale Bibliothek, das im Rahmen des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wird, hat zum Ziel, das Nutzungsverhalten und die Bedarfe verschiedener Zielgruppen (Schulen, Universitäten, Kulturvereine, kulturinteressierte Öffentlichkeit und Erwachsenenbildung) zu erfassen und zu verstehen. Dabei soll die Nutzerfreundlichkeit und Anwendbarkeit der DDB in verschiedenen Kontexten verbessert werden.

Veranstaltung am 6.11.2021, Thema: Führung zur Baugeschichte der Technischen Universität Berlin

Dr. Hans-Dieter Nägelke, Leiter des Architekturmuseums der TUB

Der Campus der Technischen Universität Berlin zählt zu den bedeutendsten innerstädtischen Hochschulanlagen in Deutschland. Seine besondere Lage - zur Gründung noch außerhalb Berlins - und seine Geschlossenheit verdankt er dem Aufschwung der technischen Wissenschaft in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts.

Ausgehend vom Hauptgebäude und seinem Lichthof als Herz der Hochschule widmete sich die Führung dem Südcampus mit den Gründungsbauten, dem Garten des Stammgeländes mit seinen Denkmälern und Spoiler und schließlich die Herzallee als alter und neuer Achse, die das Gelände mit dem Stadtraum verbindet. Wir warfen auch einen Blick auf den Balkon an dem Chemiegebäude. Hier wurde manches was qualmt und stinkt an die Luft gesetzt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Fasanenstraße entsteht das neue Mathematikgebäudes.

Veranstaltung am 2.10.2021, Thema: Des Kaisers Nachmieter - oder: Das Schloss der Republik

Dr. Christian Walther, Journalist und Autor stellt sein Buch vor.

Das Berliner Schloss war zwischen Revolution und Abriss keine Hohenzollernresidenz, sondern ein Zentrum von Kultur und Wissenschaft, Sitz von Museen und Wissenschaftseinrichtungen, von Mensa und Tagesheim für Studentinnen. Das Schloss war zugleich Wirkungsstätte einer Reihe bemerkenswerter Frauen: großenteils jüdisch, nicht selten aus dem Ausland, zumeist Akademikerinnen in erster Generation - von Lise Meitner bis Margarete Kühn.

Der Streit um Abriss und Wiederaufbau wird noch immer geprägt von der Behauptung, dass das abgerissene und jetzt teilweise neu errichtete Gebäude ein Haus der Hohenzollern war. Doch seit der Revolution von 1918 war das Schloss Volkseigentum. Christian Walther hat mit seinem Buch die bisher unterschlagene republikanisch Geschichte des Schlosses vorgelegt und gibt einen illustrierten Einblick in die Recherchen zu diesem Buch.

Veranstaltung am 18.09.2021, Thema: Das sowjetische Ehrenmal im Treptower Park - Geschichte und Erinnerung

Christoph Meißner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst

Im Mittelpunkt der Führung steht die Geschichte des sowjetischen Ehrenmals im Treptower Park. Es ist das Größte der insgesamt vier sowjetischen Ehrenmale in Berlin. An ihm wird exemplarisch die Bedeutung der Anlagen für die Erinnerungskultur an den Großen Vaterländischen Krieg, wie der Zweite Weltkrieg in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten genannt wurde und wird, deutlich. Als Erinnerungsort erfuhr das Ehrenmal über die verschiedenen Epochen der deutschen Nachkriegsgeschichte eine unterschiedliche Nutzung, zuvörderst aber bleibt es bis heute eine Grabstätte für über 7.000 Soldaten der Roten Armee, die im Kampf um die Befreiung der Stadt Berlin vom nationalsozialistischen Regime ihr Leben verloren.

Veranstaltung am 7.08.2021, Thema: Freie Universität in Dahlem - ein Wissenschaftsgeschichtlicher Rundgang vom OSI über den alten Campus bis zur Rostlaube

Traugott Klose, der die FU kennt, wie nur wenig andere führt uns über das Gelände

Die Gründung der Freien Universität in Dahlem im Jahr 1948 war eine folgerichtige Weiterentwicklung der Planungen, die zur Errichtung der Kaiser-Wilhelm-Institute (heute Max-Planck-Institute) geführt hatten. Auch die damalige Berliner Universität (heute Humboldt-Universität) hatte schon damit begonnen, naturwissenschaftliche Einrichtungen schrittweise aus Berlin-Mitte auf die damalige königliche Domäne nach Dahlem zu verlagern. Vor einzelnen Gebäuden wurde über deren Geschichte, über Ereignisse und Entwicklungen der FU Berlin bis zur aktuellen Berlin University Alliance berichtet.

Veranstaltung am 3.07.2021, Thema: Naturschutzstation Hahneberg

In diesen Tagen erleben wir die ersten nachhaltigen Lockerungen bei den wegen der Corona-Pandemie erforderlichen Einschränkungen. Für uns bedeutete das, uns wieder zu einer Veranstaltung treffen zu können - selbstverständlich unter Beachtung der geltenden Regelungen.


Es gibt einen Welttag der Umwelt, in diesem Jahr war er am 5. Juni. In der Planung des Vorstands für dieses Jahr wollten wir diesem Thema entsprechen und unser Mitgliedertreffen am ersten Samstag im Monat Juni daran orientieren. Die noch bestehenden Einschränkungen standen dem entgegen, daher der Termin im Juli.

In der idyllischen Kulisse des Schafstalls - anfangs unter Protest der Schafe auf der Wiese nebenan - erhielten wir Erläuterungen durch die Projektleiterin Lucia Kühn zur Naturschutzstation, zu Ziel, Zweck und Finanzierung. Über Wildtiere in der Stadt gab es interessante Informationen von Stadtjäger Jochen Haberl. Gemeinsam mit beiden ging’s in der Natur des Hahnebergs auf die Suche nach unseren wilden Nachbarn. Ob Wildschwein, Waschbär, Dachs und Co, sie alle haben sich an das Leben der Großstadt angepasst und scheinen sich hier äußerst wohl zu fühlen, zu fressen gibt es reichlich. Während der 2‑stündigen Führung versuchten wir unsere wilden Nachbarn direkt zu beobachten, oder zumindest deren Spuren zu finden, denn auch diese verraten uns etwas über die Vorlieben und Gewohnheiten der Wildtiere. Wir erfuhren, wo sich Wildschweine tagsüber verstecken, wo Fuchs und Dachs wohnen, was auf dem Speiseplan von Rehen steht und wie wir uns am besten bei der Begegnung mit Wildtieren verhalten. Zum Abschied gab es Knäckebrot als Belohnung für die Rauwolligen Pommerschen Landschafe.

Veranstaltung am 10.10.2020, Thema: Das Militärstädtchen 7 in Potsdam

Ein Rundgang durch das Militärstädtschen Nummer 7  in Potsdam


Als Deutschlandsitz der sowjetischen Militärspionageabwehr war es neben der Zentrale des sowjetischen Geheimdienstes KGB in Berlin-Karlshorst der wichtigste nachrichtendienstliche Vorposten an der Nahtstelle zu Westeuropa. Die ersten Gebäude im Areal beschlagnahmte die Militärspionageabwehr beim Einmarsch der Roten Armee im April 1945. Den Bewohnern der Häuser blieben in der Regel nur wenige Stunden, um ihre Wohnstätten zu räumen. Der Standort umfaßte auf 16 Hektar circa 100 Gebäude. Der Geheimdienst nutzte sie als Büros, Werkstätten und Lager sowie als Wohnraum für das Personals und deren Angehörige.

Am 5. Dezember 2008 wurde die Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam gegründet, um an das im ehemaligen Gefängnis des sowjetischen Geheimdienstes in der Leistikowstraße 1 in Potsdam geschehene Unrecht und die Opfer zu erinnern. Das Haus wird als Gedenk- und Begegnungsstätte insbesondere für Zwecke der politischen Bildung und der Förderung des demokratischen Gemeinwesens genutzt. Hierzu gehören Führungen durch das historische Areal der Geheimdienststadt, auf denen erhaltene Spuren, bauliche Relikte und Gebäude, wie der ehemalige Deutschlandsitz der sowjetischen Militärspionageabwehr und das Wohnhaus der Geheimdienstchefs gezeigt werden. Eine ebenso inhaltsreiche wie auch überzeugende Führung von circa einer Stunde Dauer durch das Areal bereitete für die Teilnehmer das Thema bestens auf und führte zu vielen Nachfragen und Diskussionen.

Veranstaltung am 7.03.2020, Thema: Das Jahr 1990 freilegen.

Buchvorstellung durch den Mitherausgeber und Autor Jan Wenzel.


Es war eine sehr anregende Veranstaltung, denn es erlaubte eine Zeitreise in das Jahr 1990.

Das Buch will Erfahrungen und Erlebnisse von vor 30 Jahren aubeben lassen. Dazu bedienen sich die Autoren aus unterschiedlichen Quellen: Archivmaterial wie Texte aus Runden Tischen, vielen Fotos und Geschichten. Anschaulich aufbereitet durch die für gute Lesbarkeit sorgende Gestaltung von Alexander Kluge, durch ausgewählte Werbeanzeigen aus dem Jahr, dem Hinweis auf Aufhebung des Telefonmonopols, der Freigabe des Internets und durch das literarische Zeugnis von Martin Gross lässt das Buch das Jahr 1990 wie in einem Kaleidoskop auferstehen. Es ist eine hervorragende Geschichtsquelle.

Für das Werk gab es 2019 den Deutschen Verlagspreis in Frankfurt/Main.

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